Seit 23 Jahren bringt die Fête de la Musique musikbegeisterte Menschen vor und auf der Bühne zusammen. In diesem Jahr beteiligen sich 26 Spielorte und knapp 100 Acts an dem größten nichtkommerziellen Musikfest der Stadt. Das komplette Programm ist ab sofort online abrufbar: www.fete-magdeburg.de/programm
„Music makes the people come together“ (Madonna)
Von Elektro im Park über Swing in der Kirche bis hin zu Metal im Museum: „Es gibt nichts, was es nicht gibt. Nenn mir ein Genre und ich sag dir, auf welcher Bühne du es findest“, freut sich der langjährige künstlerische Leiter der Fête de la Musique Magdeburg, Matthias Buchholz. Und tatsächlich: Noch nie gab es bei der Fête de la Musique in Magdeburg so viele Acts und eine so große musikalische Vielfalt.
Bereits seit 23 Jahren feiert die Landeshauptstadt das internationale Musikfest, das Anfang der 1980er-Jahre in Frankreich ins Leben gerufen wurde. Die Idee: Musik in all ihren Facetten öffentlich und für alle Menschen erlebbar zu machen. Um auch denjenigen, die sich Konzerte sonst nicht leisten können, eine Teilnahme zu ermöglichen, ist der Eintritt zu allen Konzerten kostenfrei. Die Künstler:innen – ambitionierte Amateur:innen wie passionierte Profis – treten ohne Gage auf.
Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, weiß das Team des Aktion Musik e. V., das die Fête de la Musique in Magdeburg organisiert, sehr zu schätzen. Umso beeindruckender ist die große Zahl an Künstler:innen, die sich in diesem Jahr beteiligen. Noch mehr Musiker:innen hatten sich für einen Auftritt beworben. Gleichzeitig ist auch die Zahl der eigenverantwortlich organisierten Spielorte gewachsen. So erstrecken sich 26 Locations vom Kannenstieg bis zum Salbker See über das gesamte Stadtgebiet.
Nach dem erfolgreichen Debüt im vergangenen Jahr befinden sich die beiden Hauptbühnen – die Wiesen- und die Alleebühne – erneut im Klosterbergegarten vis-à-vis des Gesellschaftshauses. Das Programm startet bereits um 12 Uhr mit einem Warm-up, das sich insbesondere an Familien mit Kindern richtet. Während das Kollektiv „Bass und Butterkekse“, das sich der Ausrichtung von familienfreundlichen Open-Airs verschrieben hat, auf dem „Keksfloor“ kinderfreundliche elektronische Musik präsentiert, können an der Alleebühne verschiedene Instrumente wie Gitarre, Posaune oder Klavier kennengelernt und ausprobiert werden.
Offiziell eröffnet wird die Fête de la Musique um 14:45 Uhr auf der Wiesenbühne im Klosterbergegarten. Direkt im Anschluss wird dort der größte Musikact zu erleben sein: das Akademische Orchester mit rund 40 Studierenden. Das Repertoire des Ensembles reicht von Klassik bis Moderne. Auch bekannte Werke aus Film und Fernsehen werden zu hören sein. Bis zum Abend werden Künstler:innen aus den Bereichen Jazzrock, Chanson, Indie, Synthpop sowie Singer-Songwriter den Park in eine Klanglandschaft verwandeln. Den Abschluss auf der Wiesenbühne bildet LÉONARD aus Frankreich mit einer ganz eigenen musikalischen Handschrift. Getragen von eingängigen Rhythmen und klaren Melodien entfaltet das Indie-Pop-Duo seine ganze Kraft: poetisch, elegant und mit Feingefühl.
Neben den beiden Bühnen im Klosterbergegarten können sich die Besucher:innen auch auf bewährte Spielorte wie ERNAs LebensMittelPunkt, SWM Nachbars Garten oder die Wallonerkirche sowie auf einige neue Locations freuen. Erstmals dabei sind unter anderem das Café Mosaik, das einewelt Haus, das Bootshaus am Yachthafen am Salbker See, das Campus Kombinat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Vaters Haus und das Technikmuseum, das mit der „Fête de la Schwermetall“ in den vergangenen Jahren Rock- und Metalbands bereits erfolgreich eine Bühne geboten hat. Auch das Vitanas Demenz Centrum beteiligt sich in diesem Jahr erstmals an der Fête de la Musique. Zwischen Pop, Rock, Taiko-Trommeln und Chormusik wird dort mit dem zehnjährigen Hannes Schäfer auch der jüngste Musiker des Festivals auftreten.
Darüber hinaus ist auch spontane Straßenmusik ausdrücklich willkommen, so das Organisationsteam. „Die Fête de la Musique ist im Ursprung vor allem ein Straßenmusikfest. Deshalb ist es unabhängig vom Programm an den angemeldeten Spielorten den ganzen Tag über möglich und sogar sehr erwünscht, Straßenmusik zu machen“, erklärt Matthias Buchholz. Eine entsprechende Genehmigung wird derzeit mit dem Ordnungsamt abgestimmt.
Das komplette Programm mit allen Spielorten und Uhrzeiten gibt es unter: www.fete-magdeburg.de/programm



